petition2: Betablocker Augentropfen


petition2:  Betablocker-Augentropfen

Petition an den Deutschen Bundestag   

Petitions-Nr.: neu

Datum: von 10.04.2008

Petent: Dieter W.Staubitzer


Thema:

Der Einsatz von Betablockern mit dem Wirkstoff Timolol bei der Therapie des Offenwinkel-Glaukoms.

1. Ziel der Eingabe:

1.1 Das Bundesministerium fuer Gesundheit moechte ueberpruefen, inwieweit die Neu-Zulassung bzw. der Einsatz von Betablocker-Augentropfen mit Timolol bei aelteren Patienten heute noch zeitgemaess ist und die derzeitigen Warnhinweise an die Aerzte- und Patientenschaft , wegen den heute bekannten Nebenwirkungen von Timolol, ausreichen?

1.2 Bei aelteren Menschen koennen Timololhaltige Augentropfen zu schweren systemischen Nebenwirkungen fuehren. Das berichtet die Arzneimittelkommision der Deutschen Aerzteschaft, im Deutschen Aerzteblatt / Jg. 104/ Heft 26 / vom 29.Juni 2007.
Diese Risiken sollten durch aufklaerende Massnahmen durch die Hersteller unterstuetzt werden und Bestandteil der Zulassungsbedingungen neuer Medikamente werden.

1.3 Die Arzneimittelkommision ist weiter der Auffassung, dass eine Vielzahl neuere Substanzen alternativ fuer die medikamentoese Glaukomtherapie zur Verfuegung stehen, da die systemischen Wirkungen von Betablockern bei der Anwendung als Augentropfen haeufig unterschaetzt werden.
Auch wird von den Experten befuerchtet, dass durch neue Kombinationspraeparate hervorgerufene systemische Nebenwirkungen moeglicherweise nicht erkannt werden oder Patienten ihre Augentropfen bei der Arzneimittelanamnese nicht erwaehnen.
Hier sollten die Hausaerzte und Augenaerzte auf diese besonderen Gefahren hingewiesen werden.

2. Sachverhalt:

2.1 In Deutschland sind derzeit 1,1 Mio. Bundesbuerger von einer Glaukom-Erkrankung (gruener Star) betroffen. Die Mehrzahl dieser Patienten sind überwiegend aeltere Mitbuerger. Der Antragsteller ist ebenfalls am Glaukom erkrankt.

2.2 Unbehandelt fuehrt diese Volkskrankheit zwangslaeufig zur Erblindung.
Um den Vorgang der Erblindung zu stoppen oder mindestens zu verlangsamen werden zur Therapie u.a. Betablocker- Augentropfen mit dem Wirkstoff Timolol seit 1978 mit grossem Erfolg eingesetzt. Diese Medikamente galten bislang als erste Wahl.
Timolol wird auch als der Urvater der Betablocker-Augentropfen und wohl auch als der Wirksamste bezeichnet.

2.3 Seit 1978 sind aber viele Jahrzehnte vergangen und neben Betablockern, Cholinergika und aelteren Alpha-2-Sympathomimetika stehen heute offensichtlich eine Vielzahl neuere Substanzen fuer die medikamentoese Glaukomtherapie zur Verfuegung.
Hierzu zaehlen das stark alpha-2-selektive Brimonidin, die lokal wirksamen Carboanhydratasehemmer Dorzolamid und Brinzolamid sowie die Prostaglandinderivate Latanoprost, Travoprost und Bimatoprost (Quelle: Deutsches Aerzteblatt / Jg. 104/Heft 26 /29.Juni 2007)

2.4 Ueberwiegend bei aelteren Menschen koennen diese Timolol- haltigen Augentropfen jedoch zu schweren systemischen Nebenwirkungen fuehren.

2.5 Zu dieser Problematik hat die Arzneimittelkommision der Deutschen Aerzteschaft, Berlin,mit dem Titel: „Synkope und Sturz unter Timolo- Augentropfen“, am 29.06.2007 im Deutschen Aerzteblatt/Jg.104/Heft 26 , folgenden Artikel veroeffentlicht:

Originalzitate auszugsweise >> Arzneimittelkommision der Deutschen Aerzteschaft:

.
..“Betablocker werden seit 1978 als Augentropfen zur Senkung des intraokularen Drucks bei der Therapie des Offenwinkelglaukoms eingesetzt...

... Neben Betablockern, Cholinergika und älteren Alpha-2-Sympathomimetika stehen heute neuere Substanzen fuer die medikamentöse Glaukomtherapie zur Verfügung. Hierzu zählen das stark alpha-2-selektive Brimonidin, die lokal wirksamen Carboanhydratasehemmer Dorzolamid und Brinzolamid sowie die Prostaglandinderivate Latanoprost, Travoprost und Bimatoprost.


Obwohl die Verordnungen von Betablocker-Augentropfen seit einigen Jahren ruecklaeufig sind, nehmen sie in der Behandlung des Glaukoms weiterhin eine fuehrende Stellung ein.
Timolol ist die mit Abstand am haeufigsten verwendete Substanz und wurde 2005 mit 126,5 Mio. DDD verordnet (1)...

...Seit Jahren wird kontrovers diskutiert, ob hinsichtlich der Gefahr systemischer Nebenwirkungen und inzwischen bewaehrter medikamentoeser Therapiealternativen Betablocker weiterhin als Arzneimittel der ersten Wahl in der Glaukomtherapie empfohlen werden
sollten (3).

Die systemischen Wirkungen von Betablockern bei der Anwendung als Augentropfen werden hauufig unterschaetzt.

Ein Teil gelangt über den Traenennasen-gang in den Nasen-Rachen-Raum. Nach Resorption über die Schleimhautwird der Wirkstoff direkt im systemischen Kreislauf wirksam, da eine partielle Inaktivierung über den sonst bestehenden First-pass-Metabolismus umgangen wird.


Dies kann zu Nebenwirkungen wie bradykarden Herzrhythmusstoerun-gen, Hypotension oder Bronchokonstriktion fuehren. Für Betablocker-Augentropfen gelten daher die gleichen Gegenanzeigen wie für oral und intravenoes verabreichte Betablocker (siehe Fachinformationen)...
usw.

Quellenangabe: Deutsches Aerzteblatt / Jg. 104/Heft 26 /29.Juni 2007
http://suche.t-online.de/fast-cgi/tsc?ma...nd+sturz+unter+

Anmerkung:

Viele Buerger leiden seit Jahren an einer chronischen Glaukomerkrankung (gruener Star), die zur Erblindung fuehren kann. Zur Therapie des Augeninnendruckes sind wir daher oft lebenslang auf die Verwendung von Augentropfen angewiesen.
Wenn unser Koerper, die vom Augenarzt verordneten Tropfen oder Wirkstoffe nicht mehr toleriert, bleibt als einziger Ausweg, um die Erblindung zu vermeiden, nur eine Augen-Operation. Leider funktioniert die nicht immer wie geplant und ist mit zahlreichen Begleiterscheinungen verbunden.

Das heimtueckische an dem Glaukom ist, das der Patient oftmals nichts von seiner Krankheit bemerkt und wenn die Erkrankung dann entdeckt wird, koennen bereits irreversible Schaeden am Auge eingetreten sein. Unterstuetzen Sie uns bei dieser Petition!

 

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